Padel und Tennis

Das perfekte Paar!

Padel ist eine Mischung aus Tennis und Squash. Gespielt wird auf einem tennisähnlichen Platz, der durch ein Mittelnetz in zwei Spielhälften geteilt und auf allen Seiten von Glas- und Gitterwänden umgeben ist. Es wird mit Padelbällen und Schlägern mit elastischer Schlagfläche gespielt – ausschließlich zu viert, also als Doppel. Gezählt wird nach den Tennisregeln, wobei die Wände beim Spiel miteinbezogen werden. Padel hält sich an die Grundregeln des Tennis. Abweichungen betreffen die Angabe von unten und die erlaubte Verwendung der Seiten- und Rückwände. Spielwitz, Taktik und Ballgefühl gewinnen an Bedeutung.

 

Padel gehört in Spanien seit vielen Jahren zum Volkssport. Eine Anekdote besagt, dass die Ursprünge in Mexiko zu suchen sind. Dort soll Don Enrique Corcuera Mitte der 60er Jahre einen Tennisplatz errichtet haben, für den er auf seinem Grundstück in Acapulco allerdings nicht genug Platz hatte. Bei der verkleinerten Variante war immer noch eine angrenzende Betonmauer im Weg. Corcuera ließ sich nicht beirren, die Betonmauer wurde einfach in die Ballwechsel integriert – und der Platz daraufhin komplett ummauert. Padel war geboren. Schnell verbreitete sich das neue Rückschlagspiel in Südamerika und kam von dort Anfang der 2000er Jahre nach Spanien. Innerhalb eines Jahrzehnts wurde aus dem Trendsport in Spanien eine etablierte Sportart mit mehreren Zehntausend Padelanlagen. Was auffällt: Padelsport ist Familiensport. Männer, Frauen und Kinder gehen gemeinsam zum Verein und spielen mit den jeweiligen Freunden/innen.

 

Es gibt einige gute Argumente für Tennisspieler, diesen Sport einmal auszuprobieren:

 

Grund Nummer 1: Der Volley
Schwierigkeiten beim Volley? Einer der wichtigsten und zugleich häufigsten Schläge beim Padel ist der Volley. Man kann nicht vor ihm flüchten. Es sei denn man verlässt das Spielfeld.
Gerade das macht Padel für Tennisspieler äußerst interessant. Padel stellt eine sehr effektive “Volley-Schule” dar und vermittelt ein Gefühl für den Volley. Auch wenn der Schläger und die damit verbundene Schlägerfläche anders sind. Die Technik beim Padel-Volley ist der im Tennis sehr ähnlich.
Wer also ein paar Problemchen mit seinem Volley auf dem Tennisplatz hat, wird beim Padel durch sehr viele Volleys in sehr kurzer Zeit ein gutes Training finden.

 

Grund Nummer 2: Action
Padel ist schnell. Padel ist spektakulär. Padel ist vielleicht die actionreichere Variante vom Tennis. Es geht ein wenig flotter zu. Durch die Glaswände und Begrenzungen werden die Ballwechsel im Durchschnitt länger und wesentlich temporeicher. Entscheidungen müssen deutlich schneller getroffen werden.
Sogenannte unforced errors erlebt man beim Padel seltener als beim Tennis, auch das verlängert die Ballwechsel. Da Padel ausschließlich im Doppel gespielt wird, ist die Kommunikation mit dem Partner äußerst wichtig.
Viele Lobs, viele Überkopfbälle und taktische Manöver bringen ordentlich Feuer auf den Platz.

 

Grund Nummer 3: Padel ist eine willkommene und sinnvolle Abwechslung
Was auffällig ist: Enorm viele Tennis-, aber auch Tischtennisspieler finden großen Gefallen am neuen Trendsport Padel. Sicherlich ist dies auf die hohe Affinität zu den beiden Sportarten im Allgemeinen zurück zu führen. Doch ist Padel durch seinen hohen Unterhaltungswert und seine Schnelligkeit eine hervorragende Abwechslung zum Tennissport.
Die Umstellung vom Padel- auf den Tennisplatz geht dabei relativ zügig. Nach einigen Schlägen auf dem Tennisplatz hat man seinen Rhythmus schnell wieder gefunden und ist normal im Schlag.

 

Fazit: Wer Padel noch nicht gespielt oder gar gesehen hat sollte dies unbedingt ändern. Padel ist schnell zu erlernen und macht dadurch sehr schnell, sehr viel Spaß. Das hohe Tempo und das Squash-Element, die Glaswände, sorgen für teils skurrile und atemberaubende Ballwechsel. Einfach mal ausprobieren!

 

In Rheinland-Pfalz wird derzeit beim TC Trier 1888 und TC Bürgerweide Worms (Pfrimmpark Arena) aktiv Padel Tennis gespielt. Viele weitere Informationen hierzu gibt es entweder auf der Homepage des TC Trier 1888, beim TC Bürgerweide Worms oder auch auf der Homepage des Deutschen Tennis Bundes.