AK ladies open: Anna-Lena Friedsam erhält Wild-Card

Für Razvan Mihai ist es das nach eigener Aussage schönste Geschenk im Vorfeld der sechsten Auflage der „AK ladies open“. „Eine Weltklassespielerin, die dann auch noch aus der Region kommt – was willst du mehr?“, fragt der Turnierdirektor des Frauentennis-Weltranglistenturniers im Altenkirchener SRS-Sportpark.

(c): Hasenkopf

Es gab seit dem Jahr 2014 einige Spielerinnen, die im Westerwald aufschlugen und zu früheren Zeiten auf renommierten Plätzen im Ranking der Besten standen oder es später nach einer starken Entwicklung dorthin schafften. Mit Anna-Lena Friedsam aus Oberdürenbach im Landkreis Ahrweiler stoßen die „AK ladies open“ vom 18. bis 24. Februar nun in eine neue Dimension vor.

Durch ihre langwierige Schulterverletzung und eine lange Zwangspause ist die 24-Jährige in der Weltrangliste abgerutscht, doch im Jahr 2019 hat sie dank ihres geschützten Listenplatzes 50, im Fachjargon als „Protected Ranking“ bezeichnet, alle Chancen, auch bei den großen Turnieren ins Hauptfeld zu kommen. In Altenkirchen erhält Friedsam eine von vier Wildcards für das 32-köpfige Hauptfeld, das vom 18. bis 24. Februar auf der Glockenspitze ein Gesamtpreisgeld in Höhe von 25 000 Dollar unter sich ausspielt. Turnierdirektor Mihai empfiehlt den Tennisfans auch schon, sich einen Termin fest im Kalender zu notieren: „Anna-Lena wird am 19. Februar, unserem ersten Hauptfeldtag, in der Night-Session zum Spiel des Tages auf dem Platz stehen.“

Durch ihre Wildcard musste sich die Deutsche Meisterin von 2018 erst gar nicht anmelden für das Turnier. Der Rest, der um die Nachfolge der Vorjahressiegerin Harriet Dart aus Großbritannien buhlt, hatte dafür bis Donnerstagnachmittag, 15 Uhr, Zeit. Nun warten die Turniermacher, wer sich bis zum kommenden Dienstag, 15 Uhr, noch zurückzieht. So lange besteht die Möglichkeit dazu.

„Wir können uns aber schon jetzt sicher sein, dass wir wieder ein tolles Teilnehmerfeld haben werden“, sagt Mihai mit Blick auf die Namen, die in der ellenlangen Meldeliste auftauchen.
Zahlreiche Spielerinnen, die eine Teilnahme in Altenkirchen ins Auge gefasst haben, schnupperten in diesem Jahr bei den Australian Open bereits Grand-Slam-Luft. Und Altenkirchen darf sich falls sie nicht noch zurückzieht auf eine frischgebackene Grand-Slam-Siegerin freuen: Barbora Krejcikova aus Tschechien gewann bei den Australian Open gemeinsam mit dem US-Amerikaner Rajeev Ram die Mixed-Konkurrenz und stand im Doppel gemeinsam mit ihrer Landsfrau Katerina Siniakova im Viertelfinale. Hier scheiterten sie denkbar knapp an den späteren Turniersiegerinnen Samantha Stosur und Shuai Zhang aus Australien beziehungsweise China mit 6:7 und 6:7. „Viele Spielerinnen haben sowohl für unser Turnier als auch für das in Glasgow gemeldet und werden ihre endgültige Entscheidung, wo sie antreten, noch treffen. Es wäre jetzt viel Spekulation dabei, wenn man sagt, ,die Spielerin kommt wahrscheinlich, und die eher nicht‘. Wir müssen noch ein paar Tage abwarten, bis wir Gewissheit haben. Auf jeden Fall werden wir aber ein Qualifikationsfeld stehen haben, das vor zwei Jahren noch unser Hauptfeld gewesen wäre. Die ,AK ladies open‘ entwickeln sich weiter“, freut sich Mihai.