Favoriten bestimmen die Titelkämpfe 2020

Ein Trend setzt sich fort: An den topgesetzten Favoriten gab es auch bei den Rheinland-Pfalz-Jugend-Hallenmeisterschaften 2020 so gut wie kein Vorbeikommen. In sechs der sieben ausgetragenen Konkurrenzen stand – wie vor einem Jahr – jeweils die Nummer eins der Setzliste ganz oben. Insgesamt kämpften in Bad Kreuznach und Norheim gut 100 Kinder und Jugendliche um die Podestplätze in den Altersklassen U16, 14, 12 weiblich und U18, 16, 14, 12 männlich. Begeisterndes Tennis und strahlende Gesichter inklusive.

Lieferten begeisterndes Nachwuchstennis: die Finalisten und Halbfinalisten der RLP-Jugend-Hallenmeisterschaften 2020.

Die Verantwortlichen des Tennisverbandes Rheinland-Pfalz (TVRP) gratulierten nach drei spannenden, intensiven und fairen Turniertagen den neuen Titelträgern: Max Amling (TC Mutterstadt, U18-Junioren), Flynn-Tjark Baumert (TC BW Bad Ems, U16-Junioren), Martina Markov (TC Boehringer Ingelheim, U16-Juniorinnen), Julian Franzmann (TC BW Bad Kreuznach, U14-Junioren), Jil Hassinger (TC Mülheim-Kärlich, U14-Juniorinnen), Alexander Haage (BASF TC Ludwigshafen, U12-Junioren) und Emily Eigelsbach (TC BW Bad Ems, U12-Juniorinnen). „Ich war sehr zufrieden mit der Qualität und Quantität dieser Meisterschaften“, zog TVRP-Jugendsportwartin Martina Riedle ein positives Fazit. Die Kinder und Jugendlichen lieferten sich überwiegend faire Matches. „Das war ein für den Wintersaisonhöhepunkt absolut würdiges Turnier.“

Bei den U18-Junioren stand der topgesetzte Favorit auch ganz oben – doch es war eng. Max Amling (TC Mutterstadt) musste für seinen Titelgewinn sein bestes Tennis rausholen und überstand so die eine oder andere knifflige Situation. Im Halbfinale gegen Max Milic (TC RW Kaiserslautern) lief Amling zunächst einem Satz-Rückstand hinterher, schraubte in seinem offensiven Spiel dann aber die Fehlerquote nach unten und die Präzision nach oben und zog so per 5:7, 6:1, 6:2-Sieg ins Finale ein. Endspielgegner und Vereinskollege Vito Manola war gemessen an den Ergebnissen etwas lockerer durch die Runden gegangen, hatte im Viertelfinale mit Vilislav Bonev (Andernacher TC) aber auch eine große Herausforderung zu meistern (7:6, 3:1 Aufg. Bonev). Nach einem sicheren Halbfinalsieg über Jannik Ripberger (BASF TC Ludwigshafen) ließ Manola die starke Vorhand im Finale etwas im Stich, Amling war so den Tick effektiver und schnappte sich – nach Platz zwei im Sommer – diesmal mit 6:3, 6:4 den Titel.

Im Feld der U16-Junioren gab es kein Vorbeikommen an Flynn-Tjark Baumert (TC BW Bad Ems). Von Position eins der Setzliste aus spielte sich der U14-Rheinland-Pfalz-Meister aus Sommer und Winter 2019 erneut bis zum Turniersieg. Sehr souverän – Baumert gab im Turnierverlauf ganze sechs Spiele ab. Im Finale traf der Favorit auf Daniel Kirchner vom TSC Mainz, der das Match angeschlagen bei 1:6, 0:3 aus seiner Sicht  aufgeben musste. Kirchner hatte in dieser Konkurrenz, in der mit den Top vier der Setzliste alle Favoriten im Halbfinale standen, beim 6:4, 7:5 über Leon Emich (TC Ludwigshafen-Oppau) im Semifinale ein ganz enges Ding zu überstehen.

Ähnlich klar setzte sich der topgesetzte Julian Franzmann bei den U14-Junioren durch. Der U12-Vorjahressommer-Meister vom TC BW Bad Kreuznach hatte wenig Mühe auf seinem Weg zum Rheinland-Pfalz-Hallentitel. Auch das Finale gegen den an Drei gesetzten Noah Meister (TC Höhr-Grenzhausen) entschied Franzmann mit 6:4, 6:1 sicher für sich. Meister hatte zuvor im Halbfinale, als die besten Vier im Ranking unter sich waren, per klarem Zwei-Satz-Sieg Finn Gerharz (TC BW Bad Ems) ausgeschaltet.

In der stark besetzten Konkurrenz der U12-Jungs bestätigte Alexander Haage seine Topposition aus der Setzung. Der Nachwuchsspieler des BASF TC Ludwigshafen gab auf dem Weg ins Finale keinen Satz ab. Im Halbfinale setzte Haage sich 6:2, 6:3 gegen den ungesetzten Yannis Ross (TC BW Bad Ems) durch. Das Endspiels gegen Jonathan Dazert (TC BW Bad Ems), die Nummer zwei im Tableau, war eine enge Kiste. In den kritischen Situationen zeigte Haage mentale Stärke und siegte 6:4, 6:4.

Martina Markov heißt die alte und neue Rheinland-Pfalz-Hallenmeisterin der U16-Juniorinnen. Die junge Spielerin des TC Boehringer Ingelheim feierte mit einem 6:0, 6:4-Erfolg im erwarteten Endspiel der beiden Topspielerinnen gegen Lucy Lascheck (TC RW Kaiserslautern) die Titelverteidigung. Gerade das Halbfinale gegen die jahrgangsjüngere Charlotte Keitel (BASF TC Ludwigshafen) war für Markov aber alles andere als einfach – ein, zwei Schläge entschieden ein Match auf Augenhöhe.

In der Konkurrenz der U14-Juniorinnen verhinderte Jil Hassinger einen weiteren Sieg einer Nummer eins. Die Nachwuchsspielerin des TC Mülheim-Kärlich, bei den Titelkämpfen an zwei gesetzt, sowie forderte im Finale Katharina Weber (HTC Bad Neuenahr) heraus. Beide Spielerinnen hatten bis dahin wenig Mühe gehabt. Hassinger, vor einem Jahr U12-Hallenmeisterin, spielte mutig und belohnte sich beim 6:0, 6:1-Sieg für ihr extrem offensives Spiel mit Platz eins.

Die neue rheinland-pfälzische Landesmeisterin der U12-Juniorinnen machte es wenig spannend. Am Erfolg von Emily Eigelsbach gab es zu keiner Zeit Zweifel. Die topgesetzte Nachwuchsspielerin des TC BW Bad Ems gab im gesamten Turnierverlauf nur vier Spiele ab – zwei davon beim 6:1, 6:1-Erfolg im Finale über Mia Keuler (TC Mülheim-Kärlich).

Alle Ergebnisse zu den Rheinland-Pfalz-Jugend-Hallenmeisterschaften 2020 gibt es HIER.

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