ITF-Junior-Tour: Mika Lipp legt nach, Sprung unter Top 100

Diese Turnierwochen in Zentral- und Südamerika wird Mika Lipp auch mit etwas Abstand als sehr besondere einstufen. Der 16-jährige Ausnahmespieler des Tennisverbandes Rheinland-Pfalz hat auf seiner Turnierreise mit Bundestrainer Gerald Marzenell und Bundeskaderkollege Philip Florig (BTV) nachgelegt. Nach dem Halbfinaleinzug beim Jugend-Hartplatz-Turnier in Kolumbien packte Lipp eine weitere Semifinal-Teilnahme. Der Spieler des TSV Schott Mainz musste sich in Ecuador auf Sand erst dem Italiener Luciano Darderi geschlagen geben.

Mika Lipp (links, hier mit DTB-Kaderkollege Philip Florig) macht in der Junioren-Weltrangliste einen Riesensatz. Foto: TVRP

Diese Reise wird in Erinnerung bleiben. Mika Lipp sammelte bei den Jugendevents der Kategorie 1 insgesamt 280 Punkte fürs internationale Ranking. In der ITF-Junioren-Rangliste wird der junge Mainzer nun an Position 92 geführt – unter Beachtung des jüngeren Jahrgangs springt sogar ein Top-30-Platz unter den besten Nachwuchsjungs 2003 weltweit heraus.

Auch in Ecuador machte der 16-Jährige noch mal auf sich aufmerksam. Nach seinem Auftaktsieg über den Chilenen Luc Boulier santelices (6:4, 6:4) nahm Lipp mit Jin Gu (ITF-143) aus China per 6:4, 6:0-Erfolg sicher den ersten gesetzten Spieler aus dem Turnier. Den Auftritt in der dritten Runde gegen den an Position acht gesetzten Leo Borg (ITF-89) stufte Bundestrainer Marzenell als „das beste Match ein, was er von ihm gesehen habe“. Lipp ließ dem schwedischen Konkurrenten mit dem berühmten Vater beim 6:4, 6:3 keine Chance. „Das war der Hammer“, schwärmte Marzenell zum wiederholten Male. Viertelfinalgegner Bruno Oliveira (ITF-35) kannte sein Schützling schon sehr gut. Lipp hatte den Basilianer just in Kolumbien in dreieinhalb Stunden niedergerungen. Diesmal war es eine klare Sache gegen die Nummer zwei der Setzliste: Der TVRP-Nachwuchsspieler setzte sich 6:4, 6:2 durch.

Im Halbfinale gegen den Luciano Darderi aus Italien war der Akku dann leer. Lipp unterlag 0:6, 1:6 – die Beine waren müde. „“er wollte, aber er konnte nicht mehr“, sagte der DTB-Trainer. „Der Aufschlag kam nicht mehr und Mika war immer zu spät am Ball.“ An einem rundum positiven Fazit änderte dieses Ergebnis nichts. 16 Matches innerhalb von 18 Tagen hinterlassen ihre Spuren. „Mika kann wirklich stolz sein auf seine grandiosen Leistungen, gerade auch als jahrgangsjüngerer Spieler“, betonte Marzenell. Jetzt sind erst mal eine Turnierpause und ausgiebige Erholung angesagt.

Die Ergebnisse zu allen Turnieren finden Sie auf der ITF-Webseite unter Tournaments.

Sparkasse Mainz