Konsequent und locker: Marco Lauderbach feiert DM-Titel

Erstmals Deutscher Meister: Marco Lauderbach hat bei den Deutschen Meisterschaften der Jungseniorinnen und Jungsenioren in Worms den Hingucker aus rheinland-pfälzischer Sicht geliefert. Der 37-jährige Oberligaspieler des TC Gensingen stand zum ersten Mal in seiner Karriere bei nationalen Titelkämpfen ganz oben. Lauderbach setzte sich im starken Feld der Herren 35 durch. In einem spannenden und sehenswerten Finale rang der Rheinland-Pfälzer Matias Can (BAD) 6:4, 4:6, 6:2 nieder.

Glücklicher DM-Sieger der Herren 35: Marco Lauderbach vom TC Gensingen. Fotos: TC Bürgerweide Worms/TVRP

Die national besten Damen und Herren der Altersklassen 30 und 35 trafen sich zum zehnten Mal auf der Anlage des TC Bürgerweide Worms, um ihre neuen Deutschen Meister zu ermitteln. Insgesamt 20 Spielerinnen und Spieler des Landesverbandes Rheinland-Pfalz waren dabei. Neben Lauderbachs DM-Triumph gab es weitere Podestplätze: Nina Stepp (TC Bürgerweide Worms) und Katrin Scaroni (1. TC Otterberg) belegten jeweils Platz drei in der Einzelkonkurrenz der Damen 35. Stepp und Vereinskollegin Katrin Bäcker wurden Zweite in der Damen 30-Doppelkonkurrenz.

Marco Lauderbach war nach seinem Triumph glücklich. „Es hat diesmal einfach alles gepasst“, sagte der 37-Jährige. Zum insgesamt siebten Mal servierte Lauderbach 2019 bei den Deutschen Meisterschaften in Worms, sowohl bei den Herren 30 als auch bei den Herren 35 war er in den Jahren zuvor meist vorne dabei gewesen, jetzt ging er diesen einen Schritt weiter und machte den Titelgewinn perfekt. „Das ist ein schöner Erfolg. Deutscher Meister wird man ja nicht alle Tage“, so Lauderbach. „Und es war verdient, ich musste hart arbeiten für diesen Titel.“

Bestes Beispiel war das Finale gegen Matias Can. Der Badener hatte im Vorjahr den DM-Titel bei den Herren 30 gefeiert. Beide wussten, was auf sie zukommen würde. Vor Jahren hatten sich Can und Lauderbach bei der DM in der Herren-30-Konkurrenz schon einmal gegenüber gestanden. Damals entschied der TVRP-Spieler ein enges Match für sich. „Wir sind beide nicht die mega Aufschläger und wussten, dass es lange Ballwechsel geben wird“, erklärte Lauderbach. Genau so verlief das Finale. Erst hatte der Gensinger leichte Vorteile, dann der Konkurrent aus Baden, im dritten Satz war Marco Lauderbach der stärkere Mann. Vielleicht auch, weil bei Can nach vielen laufintensiven Ralleys langsam die Kräfte nachließen. Lauderbach gestand nach seinem 6:4, 4:6, 6:2-Erfolg: „Ich habe nicht gewusst, dass man mit 36 Jahren noch so viel laufen kann.“

Dasselbe Kompliment galt auch für Halbfinalgegner Sebastian Schiessel (TC RW Straubing). Marco Lauderbach nutzte beim 6:1, 2:6, 6:4 das Winkelspiel voll aus, staunte aber nicht schlecht über die vielen Bälle, die Schiessl noch erlief. Der Schlüssel zum Erfolg war die Konsequenz, mit der Lauderbach den Abschluss am Netz suchte. Zwar kamen zwischendurch ein paar Fehler und auch Passierschläge des Gegners hinzu, letztlich aber bewährte sich die Taktik, die Entscheidung am Netz zu suchen.

Konsequenz und Lockerheit machte der Rheinland-Pfälzer selbst für seinen Triumph verantwortlich. „Ich habe jeweils über drei Sätze voll durchgehalten, der Körper hat mitgespielt und ich war locker und entspannt.“ Nach souveränen Siegen in den ersten beiden Runden war es beim 7:6, 6:0 über Benedikt Herz (BTV) im Viertelfinale erstmals etwas knifflig geworden. Im ersten Satz lag der Favorit 5:6 und 0:30 bei gegnerischem Aufschlag zurück, schnappte sich den Satz aber noch im Tiebreak. „Wenn ich den Satz verlieren, wird es richtig eng und ich gehe in den ersten Abnutzungskampf“, so Lauderbach. Und genau davon musste der neue Titelträger 2019 ja noch zwei bestehen.

Am großen Finaltag wurden die verdienten Deutschen Meister gekürt: Neben Marco Lauderbach jubelten in den Einzeln drei weitere Titelträger 2019. In der AK 30 der Herren setzte sich Fabian Grötsch (1. FC Nürnberg) durch. Die Nummer sieben der Setzliste schlug im Finale den topgesetzten Turnierfavoriten Kim Möllers (TC Bredeney  Essen) 7:6, 6:2. Beide hatten sich ohne Satzverlust durchs Turnier gespielt, im Endspiel war Grötsch den Tick stärker.

Die Damen-Konkurrenzen waren Sache der Titelverteidigerinnen – oder konkreter – der Seriensiegerinnen. Bei den Damen 30 stand erneut Katharina Rath (RTHC Bayer Leverkusen) ganz oben. Die Deutsche Meisterin der Jahre 2015, 2016 und 2018 gewann das Finale der beiden topgesetzten Spielerinnen gegen Natali Gumbrecht (TSV Altenfurt) mit 6:4, 6:4.

Auch bei den Damen der AK 35 streckte eine Wiederholungstäterin den Siegerpokal in die Höhe: Topvaforitin Manon Kruse (TC Union Münster) setzte sich 6:4, 6:2 gegen die Nummer zwei im Tableau, Vroni Hinterseer (MTTC Iphitos München), durch und feierte nach 2018, 2017, 2015 und 2012 (Damen 30) ihren mittlerweile fünften DM-Titel in Worms. Beide Finalistinnen hatten zuvor die Meisterschaften für die TVRP-Starter beendet: Vorjahresvizemeisterin Nina Stepp (TC Bürgerweide Worms) unterlag im Halbfinale Hinterseer 4:6, 1:6. Karin Scaroni (1. TC Otterberg) musste sich Kruse klar 1:6, 1:6 geschlagen geben.

Alle Ergebnisse zu den Deutschen Meisterschaften der Jungsenioren/Innnen 2019 in Worms finden Sie HIER.