Turnierdirektor Mihai: "Eine unglaubliche Entwicklung"

Die „AK ladies open“ stehen vor ihrer vierten Auflage. An diesem Samstag (11. Februar) wird beim ITF-Turnier in Altenkirchen der erste Ballwechsel 2017 gespielt.

Ein kurzer Rückblick: Februar 2014. Die „AK ladies open" feiern in Altenkirchen Premiere. Ein 32 Teilnehmer starkes Hauptfeld spielt im SRS-Sportpark auf der Glockenspitze um ein Preisgeld in Höhe von 15 000 Dollar. Razvan Mihai, der Turnierdirektor des ersten Frauentennis-Weltranglistenturniers auf rheinland-pfälzischem Boden, ist stolz auf das, was sein fleißiges Team aus dem Nichts geschaffen hat.

„Mit drei Spielerinnen im Teilnehmerfeld, die sich unter den Top-300 der Welt befinden, können wir sehr zufrieden sein", sagt der erfolgreiche Tennislehrer und ehemalige rumänische Davis-Cup-Spieler vor der Geburtsstunde. Die Ungarin Reka-Luca Jani führt die Setzliste an, sie steht auf Position 248 der Weltrangliste. Jetzt, drei Jahre später, würde diese Position noch nicht einmal mehr reichen, um für das Hauptfeld gesetzt zu sein. „Es ist unglaublich, wie sich unser Turnier entwickelt hat", schwärmt Mihai vor der vierten Auflage. An diesem Samstag ist der erste von drei Qualifikationstagen, ab Montag ist das Hauptfeld komplett.

Das Turnier im Westerwald hat fabelhafte Fortschritte hingelegt, das „Zeugnis" des Welttennisverbandes ITF bescheinigt eine problemlose Versetzung. Das ausgeschüttete Preisgeld wurde bereits im zweiten Jahr auf 25 000 Dollar erhöht. Das lockt sowohl in der Spitze als auch in der Breite mehr Qualität an. „Die Spielerinnen schätzen unsere tollen Bedingungen mit dem direkt angrenzenden SRS-Sporthotel, heben die Organisation positiv hervor, loben immer wieder unseren Hallenbelag und wissen, dass sie hier auf starke Konkurrenz treffen", zählt Mihai die Vorzüge der „AK ladies open" auf. In Altenkirchen sehen die Zuschauer aufstrebende Spielerinnen, die in der Weltrangliste steil nach oben klettern. Mihai: „Wir sind so etwas wie ein Sprungbrett."

Einmal hat bislang die topgesetzte Spielerin das Einzel für sich entschieden. Carina Witthöft gelang das im Jahr 2015. Vermeintliche Außenseiter haben also immer ihre Chancen, so zum Beispiel die Weißrussin Iryna Shymanovich, die sich 2014 durchsetzte, im vergangenen Jahr marschierte Arantxa Rus, ebenfalls aus der Qualifikation gekommen, bis ins Finale durch und musste sich erst dort der Belgierin Ysaline Bonaventure geschlagen geben. Rus' niederländische Landsmännin Richel Hogenkamp (Nummer 134 der Weltrangliste) ist in diesem Jahr die Nummer eins. „Aber es gibt viele, denen ich den Sieg zutraue. Überraschungen machen unser Turnier einfach aus", freut sich der Turnierdirektor auf neun Tage Weltklassetennis im Westerwald.

Die Siegerinnen der vergangenen Jahre
2014, Einzel:
Iryna Shymanovich (Weißrussland). Doppel: Laura Schäder/Carolin Daniels (Deutschland).
2015, Einzel: Carina Witthöft (Deutschland). Doppel: Antonia Lottner/Ana Vrljic (Deutschland/Kroatien).
2016, Einzel: Ysaline Bonaventure (Belgien). Doppel: Ysaline Bonaventure/Xenia Knoll (Belgien/Schweiz).

Weitere Informationen zu den AK Ladies Open 2017 finden Sie HIER.