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In die Knie gezwungen: Friedsam verliert hauchdünn

Bitteres Aus nach einer tollen Leistung: Anna-Lena Friedsam muss sich bei den Australian Open in einem dramatischen Achtelfinalmatch Agnieszka Radwanska 5:7 im dritten Satz beugen.

Anna-Lena Friedsam wird ein wenig Zeit brauchen, bis sie wieder strahlen kann. Dabei hat die 21-Jährige nach diesem Auftritt gegen Agnieszka Radwanska allen Grund dazu. Foto: Archiv/TVRP

Was für ein Drama: Anna-Lena Friedsam verpasst in einem begeisternden Match der Australian Open die Sensation. Die 21-jährige Rheinland-Pfälzerin muss sich nach extrem intensiven zweieinhalb Stunden im Achtelfinale der Polin Agnieszka Radwanska 7:6, 1:6, 5:7 geschlagen geben. In einem echten Tennis-Krimi vor einem begeisterten Publikum.

Diese Partie wird einigen noch lange in Erinnerung bleiben. Nicht nur Anna-Lena Friedsam. Die junge Herausforderin zeigt gegen die aktuelle Nummer vier der Welt, was in ihr steckt, verlangt Radwanska alles ab. Holt aber eben auch aus ihrem Körper alles heraus. Nach einer 5:2-Führung serviert die Rheinland-Pfälzerin in der Hisense Arena Melbournes beim Stande von 5:3 zum Matchgewinn. Zwei Punkte fehlen Friedsam zum ersten Viertelfinaleinzug bei einem Grand Slam-Turnier. Doch die Favoritin lässt nicht locker. Radwanska hält dagegen und holt sich das Break zurück. 5:4. Verletzungspause für Friedsam, der linke Oberschenkel wird bandagiert.

Kurz drauf geht nix mehr. Schmerzen zwingen Anna-Lena Friedsam in die Knie, Tränen laufen der jungen Deutschen die Wangen herunter, ihr Körper spielt nicht mehr mit. Das Match geht 5:7 im dritten Satz verloren. Ihr ganz persönliches Wintermärchen bei diesen Australian Open findet keine Fortsetzung. Traurig winkt Anna-Lena Friedsam noch einmal den Zuschauern und verschwindet in den Katakomben. Diese Enttäuschung muss erst mal verdaut werden. Dabei hat die 21-jährige eine bärenstarke Leistung gezeigt, begeisterndes Tennis geboten und eine TOP-5-Spielerin der WTA-Weltrangliste am Rande einer Niederlage gehabt. „Ich wusste, dass das ein sehr schweres Match wird. Anna-Lena ist viel besser als ihre Ranglistenposition“, sagte Radwanska später. „Sie hat unglaublich gut gespielt, am Ende hatte ich Glück. Ich hoffe, dass sie nicht schwerer verletzt ist.“

Weitere Berichterstattung folgt.