Springe zum Seiteninhalt

Stark besetzte Felder, hohes Spielniveau, begeisternde Matches

Der Tennisnachwuchs des Landes überzeugte bei den Rheinland-Pfalz-Jugend-Hallenmeisterschaften im zähen Ringen um die Titel 2016.

Die aktuell Besten ihrer Altersklassen in Rheinland-Pfalz (v.l.): U16-Sieger Marlon Vankan, U18-Meister Florian Broska, U18-Vize Raphael Weiler und Felix Einig, Zweitplatzierter bei den U16-Junioren. Foto: TVRP

In Bad Kreuznach und Norheim kämpften rund 110 Kinder und Jugendliche um die besten Plätze in den Altersklassen U16/18, 14, 12 weiblich und U18, 16, 14, 12 männlich.

Die Titelvergabe der U18-Junioren war eine Angelegenheit der Favoriten: Mit Vorjahresvizemeister Raphael Weiler (Andernacher TC) und Florian Broska (TC BW Bad Ems) standen die beiden topgesetzten Spieler im Finale. Weiler hatte sich die erneute Endspielteilnahme allerdings hart erkämpfen müssen, die Nummer eins der Setzliste rang im Halbfinale Nicolas Mayr (TC Mutterstadt) 6:1, 4:6, 10:5 nieder. Broska dagegen marschierte wie erwartet souverän durch das Turnier und zeigte auch im Endspiel seine Qualitäten. Mit einem überzeugenden 6:3, 6:2-Sieg über den zwei Jahre jüngeren Weiler feierte Broska  verdient den Titel. 

An Marlon Vankan (TV Wincheringen) führt derzeit bei den U16-Junioren kein Weg vorbei: Der Titelverteidiger und Rheinland-Pfalz-Meister im Sommer stand in Bad Kreuznach bei den dritten Verbandsmeisterschaften hintereinander ganz oben. Vankan gewann von Position eins der Setzliste aus seine Matches durchweg souverän. Auch im Finale ließ der Serienmeister dem an Position zwei eingestuften Felix Einig (Andernacher TC) keine Chance. Im Vorjahr war dieses Finale noch hart umkämpft, jetzt setzte Vankan sich mit seinem soliden und sehr konstanten Spiel sicher 6:1, 6:0 durch.

Die U14-Jungs bildeten wie erwartet DIE Konkurrenz dieser Meisterschaften. Das Feld war gemessen an den gesetzten Spielern aber auch in der Breite extrem stark bestückt, schon in den ersten Runden lieferten sich die Teilnehmer packende Ballwechsel. Ein Beispiel dafür war das Viertelfinale des an Eins gesetzten Turnierfavoriten Mika Lipp (TSC Mainz) und Simon Hüttner (TC Oberwerth Koblenz). Lipp führte im ersten Satz sicher mit 5:2, dann holte  ihn ein Infekt aus der Vorwoche wieder ein, von Magenschmerzen gehandicapt musste Lipp beim Stande von 6:7, 1:1 aufgeben. Bis dahin hatten sich Beide ein tolles Match geliefert. Hüttner nutzte danach seine Titelchance und griff zu. Der Koblenzer Nachwuchsmann zeigte mit konstant starken Leistungen, was spielerisch in ihm steckt und besiegte im Endspiel den an Position zwei gesetzten Elias Peter (BASF TC Ludwigshafen) 7:5, 6:1. Peter – im Vorjahr Rheinland-Pfalz-Meister in der U12 - hatte sich seine Finalteilnahme beim 6:7, 6:1, 10:5 gegen Max Amling (TC RW Neustadt) zuvor hart erkämpfen müssen.

Etienne Lutz (BASF TC Ludwigshafen) war bei seinem Titelgewinn in der Konkurrenz der U12-Junioren eine Klasse für sich. Der Topfavorit gab im kompletten Turnier ganze drei Spiele ab. Auch Flynn-Tjark Baumert (Andernacher TC) war im Finale beim 6:0, 6:0 ohne jede Chance. Vizemeister Baumert, ungesetzt in Bad Kreuznach gestartet, hatte im Achtelfinale den an Zwei gesetzten Colin Winkler (TC WR Speyer) mit 3:6, 6:1, 10:2 ausgeschaltet.

Auch bei den U16/18-Juniorinnen gab es wie erwartet an einer Spielerin kein Vorbeikommen: Livia Kraus vom TSC Mainz. Bei ihren letzten Jugendmeisterschaften ließ die 17-Jährige nie Zweifel aufkommen an ihrem Titelgewinn. Das bekam im familien- und vereinsinternen Finale auch ihre vier Jahre jüngere Schwester Sinja Kraus zu spüren. Die Topfavoritin spielte beim sicheren 6:2, 6:3-Erfolg zu konstant und zu druckvoll, als dass die junge Herausforderin ihr hätte gefährlich werden können. Sinja Kraus hatte bereits zuvor im Halbfinale gegen Vorjahresvizemeisterin Franziska Ahrend (TSC Mainz) mit einem 6:2, 7:6-Sieg unterstrichen, dass sie in das Feld der höheren Altersklasse gehört. 

Emilia Feodorovici (HTC Bad Neuenahr) heißt die Überraschungssiegerin der U14-Juniorinnen. Als Favoriten galten vor den Meisterschaften die topgesetzte Dana Heimen (BASF TC Ludwigshafen) vorneweg und Herausforderin Alicia Taubert (TC Boehringer Ingelheim). Doch es kam anders. Im Viertelfinale sorgte Feodorovici mit einem klaren 6:1, 6:2-Erfolg für Tauberts Turnieraus. Dank ihres gelösten Auftretens gepaart mit  konzentrierten Leistungen war die spätere Titelträgerin nun nicht mehr aufzuhalten. Im Finale gab U12-Vorjahressiegerin Heimen beim Stande von 3:5 auf, für Feodorovici gleichzeitig die Krönung von drei tollen Turniertagen in Bad Kreuznach.

Dieser Favoritensieg war ein harter Kampf: Nach intensiven Matches stand Martina Markov (TC Boehringer Ingelheim) bei den U12-Juniorinnen ganz oben. Die an Position eins gesetzte Topfavoritin musste für ihren Erfolg echte Energieleistungen abrufen. Schon im Halbfinale gegen Mara Porcos (TC BW Bad Ems) wehrte Markov das Turnieraus beim 4:6, 6:1, 10:8 gerade so ab. Im Finale verlangte Herausforderin Sophia Hinz (TC Ludwigshafen-Oppau) der heißen Titelkandidatin alles ab. In einem temporeichen, umkämpften, sehr offensiv geführten Duell mit vielen sehenswerten Ballwechseln feierte Markov nach einem 4:6, 6:1, 10:3 die Rheinland-Pfalz-Meisterschaft.

Alle Ergebnisse zu den Jugend-RLP-Hallenmeisterschaften 2016 finden Sie HIER.