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Michael Agwi triumphiert beim 40. Trierer ITF Turnier
Klarer 6:2 und 6:1-Sieg gegen Nachwuchstalent Ziga Sesko bei den Etges & Dächert Open 2026. Wieder einmal trafen sich Tennisprofis aus aller Welt in Trier. Der TC Trier war Gastgeber des ITF (International Tennis Federation) Turniers.
Die Jubiläumsveranstaltung, es war 40. Auflage dieser Art, zeigte, man ist geneigt zu sagen wieder einmal, hochklassigen Tennissport, wie man ihn sonst in naher Umgebung nicht sehen kann. An allen Turniertagen herrschten hochsommerliche Temperaturen, die den Spielern einiges abverlangte. Auch die Zuschauer stöhnten unter der Hitze, hatten aber im Gegensatz zu den Spielern, die Möglichkeit von einem schattigen Plätzchen das Geschehen zu beobachten. „Als ob sich das Spieltempo von Jahr zu Jahr weiter steigert“, so der Eindruck des interessierten Tennispublikums.
Nach der Qualifikationsrunde - zur der es 300 (!) Interessenten gab - spielten ab Dienstag 32 Tennisprofis um Preisgeld und wichtige Punkte für die ATP Tennisweltrangliste.
Für die an Nummer eins und zwei gesetzten Spieler, den Franzosen Maxime Chazal (Nummer 469 der ATP Weltrangliste) und Luca Wiedemann (545) kam überraschend das Aus schon in der zweiten Runde. Chazal unterlag dem letztjährigen Turniersieger Michael Agwi in einem dramatischen Dreisatzkrimi. Dramatisch, weil die Begegnung am Mittwochabend wegen Dunkelheit beim Stand von 6:4 und 5:4 für Agwi unterbrochen wurde und erst am nächsten Tag mit einem dritten Satz beendet wurde. Gegen Luca Wiedemann setzte der „Player to watch“ (Turnierdirektor Markus Grundhöfer) der erst 18jährige Slowene Ziga Sesko seine erste Duftmarke mit einen ungefährdeten 6:3 und 6:3-Sieg. Agwi und Sesko schlüpfen mit diesen Siegen in die Favoritenrollen, denen sie auch gerecht wurden und mit souveränen Halbfinalsiegen ins Endspiel einzogen.
„Schade, dass die Aufschlaggeschwindigkeit, wie es bei großen Turnieren üblich ist, in Trier nicht gemessen wird“, so ein kundiger Tennisexperte nach dem Endspiel des Trierer Tennisturniers. 227km, so schnell wurde Agwis Aufschlag mal bei einem Turnier gemessen, das kann sich in der Tat sehen lassen. Gegen den Aufschlag des 193cm großen Iren, der im Alter von vier Jahren nach Berlin zog, war in der Tat „kein Kraut gewachsen“. Es war aber nicht nur der Aufschlag, der das Endspiel zu einer einseitigen Angelegenheit machte. Schnell führte Agwi im ersten Satz mit 3:0 und der 18jährige Ziga Sesko fand kein Mittel gegen das druckvolle Spiel seines Gegners. „Ich bin sehr zufrieden mit meinem Spiel.“, so Agwi nach dem knapp 90 minütigen Spiels. „Ich glaube Ziga hat heute nicht sein bestes Spiel gemacht und mich nie wirklich unter Druck setzen können“. Da half auch der Notizzettel, den Sesko beim Seitenwechsel las, nicht und ebenso wenig der Aufforderungen seiner Trainers. „Wake up Ziga“. Nach 6:2 im ersten Satz hofften die Zuschauer vergeblich auf eine Wende. Die Dominanz von Michael Agwi erdrückte den jungen Slowenen förmlich. Mit 6:1 dominierte Agwi auch den zweiten Durchgang und sicherte sich das Preisgeld von 2150,-US$ , vor Abzug der Steuern und der eigenen Kosten. Sehr wichtig sind Agwi auf die 15 Punkte für die ATP-Rangliste. Im Winter 2014 stand der Ire schon einmal auf Position 407 der Rangliste. Trotz des Finalsieges im vergangenen Jahr rutschte der 22jährige auf Position 614 ab, ehe einige Muskelverletzungen den weiteren Weg abbremsten. Vor dem Turnier in Trier lag es auf Rang 800. „Ich habe in diesem Jahr neun Turniere gespielt und war dabei nicht wirklich erfolgreich. „Ich hoffe, dass der Sieg in Trier jetzt die Wende gebracht hat.“ Im Laufe des Turniers hat sich Agwi von Spiel zu Spiel gesteigert und sich als würdiger Sieger präsentiert. Auch, wenn Sesko in diesem Spiel keine Chance hatte, war Agwi voll des Lobes für seinen Kontrahenten. „Ich bin überzeugt, dass Ziga eine große Karriere vor sich hat. Wir werden noch von ihm hören.“
Die Doppelkonkurrenz gewannen in einem deutschen Duell John Sperle und Marlon Vancan gegen Adrian Oetzbach und Niklas Schell mit 3:6, 7:6 und 10:4.
Mit der Resonanz war Turnierdirektor Markus Grundhöfer angesichts der mehr als 400 Zuschauer beim Endspiel zufrieden. „Auch an den Wochentagen waren besonders in den Abendstunden, trotz der großen Hitze, viele Tennisfans anwesend“.
Auch mit dem Ablauf des Turniers war Grundhöfer sehr zufrieden. „Unser gesamtes Team hat einen großartigen Job gemacht und alles lief wie am Schnürchen. Ich sehe keinen Grund, der dagegen spricht, dass wir das Turnier wieder ausrichten.“
Auch Hauptsponsor Roland Mohr vom Namensgeber Etges & Dächert zeigte sich bereit, das Turnier auch im kommenden Jahr zu unterstützen. Gerne dabei wäre auch Michael Agwi um den Titel erneut und damit zum dritten Mal in Folge zu gewinnen.
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