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LSB  

Nachhaltigkeit im Vereinsalltag verankern: Pilot-Konvoi der Z!-Charta Sport RLP in Mainz gestartet

Mit sieben Vereinen, vier Verbänden und insgesamt zwölf Teilnehmer*innen ist in Mainz der Pilot-Konvoi der Z!-Charta Sport RLP gestartet, den der Landessportbund Rheinland-Pfalz (LSB) gemeinsam mit dem Entwicklungspolitischen Landesnetzwerk (ELAN) und agenda.N vom Umweltcampus Birkenfeld der Hochschule Trier entwickelt hat.

Nachhaltig unterwegs: Das Projektteam um Christof Palm (LSB/r.), Patrick Clemens-Weirich (ELAN/2.v.r.) sowie Anne Mich (3.v.r.) mit der Delegierten der engagierten Vereine. ©LSB/Michael Heinze

Mit der Z!-Charta Sport RLP sollen Sportvereine und Sportverbände in Rheinland-Pfalz dabei unterstützt werden, ihre Organisation zukunftsfähig aufzustellen und Nachhaltigkeit strategisch im Vereins- bzw. Verbandsalltag zu verankern.

„Praxisnahe Ansätze erarbeiten“

„Gemeinsam möchten wir praxisnahe Ansätze für eine ökologisch, sozial und organisatorisch nachhaltige Entwicklung im Sport erarbeiten“, betonte Christof Palm, LSB-Abteilungsleiter Sportentwicklung und Cheforganisator des Pilot-Konvois. Mit der Resonanz zeigte sich Palm durchaus zufrieden: „Unser Ziel war es mit zehn Teilnehmern zu starten – im Idealfall fünf Vereine und fünf Verbände. Dazu hatten wir sehr gezielt Vereine und Verbände angesprochen, die sich in den letzten Monaten für das Thema Nachhaltigkeit interessiert gezeigt haben. Jetzt sind wir bei sieben Vereinen und vier Verbänden – auch gut.“ Neben dem LSB (Doppelrolle als Teilnehmer und Ausrichter) sind auch der Golfverband Rheinland-Pfalz/Saarland, der Tennisverband Rheinland-Pfalz, der DAV Landesverband Rheinland-Pfalz sowie Kanuclub Oppenheim, TuS Dansenberg, TGM Budenheim, Arc-en-ciel Mainz, TG Konz, FVgg Mombach 03 und Gladiators Trier mit von der Partie und durchlaufen Workshops zu den Themen „Bestandsaufnahme/Nachhaltigkeits-Check“, „Stakeholder-Analyse“ und Wesentlichkeitsanalyse“.

Roadmap der Nachhaltigkeit

Der Pilot-Konvoi versteht sich als gemeinsamer Entwicklungsprozess. Zwischen Mitte Juni und Anfang Dezember 2026 werden gemeinsam zentrale Herausforderungen und Einflussmöglichkeiten identifiziert, individuelle Schwerpunkte in den Spielfeldern Natur, Gesellschaft und Vereins-/Verbandsentwicklung gesetzt, konkrete und realistische Umsetzungsideen für die eigene Organisation entwickelt sowie eine individuelle Nachhaltigkeits-Roadmap für den eigenen Sportverband/Sportverein erarbeitet.

Gemischte Selbsteinschätzungen

Zum Auftakt gaben die Protagonist*innen eine kurze Selbsteinschätzung, wie sie in ihrem Verein bzw. Verband im Hinblick auf eine zukunftsfähige Entwicklung disponiert sind bzw. wie sie sich auf einer Bewertungsskala von 1 (gut aufgestellt) bis 4 (nicht begonnen) platziert sehen. „Ich sehe uns am Anfang des Ganzen“, urteilte etwa Karin Schiel, die die Geschäftsstelle beim Golfverband mit seinen 43 Vereinen und 39 Golfanlagen leitet. „Wir haben noch eine Mammutaufgabe vor uns.“ „Relativ gut aufgestellt“ ist der Kanuclub Oppenheim laut Vorstandmitglied Sandra Uphoff. „Das Thema Nachhaltigkeit hört ja nie auf“. Die TG Konz sieht sich laut Iris Molter-Abel von der Geschäftsstelle „eigentlich schon sehr gut aufgestellt“. Joachim Dafferner, Geschäftsführer beim Tennisverband, erklärte: „Wir haben schon viel angefangen, viel gemacht – aber noch einen richtig weiten Weg.“ Ralf Reifenberg, Zweiter Vorsitzender der TGM Budenheim, gab seinem Verein „mal eine 3“ und prophezeite klimatechnisch: „Mit den Temperaturen im Sommer bekommen wir in den nächsten 15, 20 Jahren große Probleme.“ Wenn man von Mai bis September keinen Sport mehr machen könne, wollten die Leute für diesen Zeitraum auch keinen Mitgliedsbeitrag mehr bezahlen, so Reifenberg.

Kein One-size-fits-all-Ansatz

Insgesamt umfasst der Pilot-Konvoi fünf Termine. Im Anschluss an den Präsenztermin zum Start folgen nun drei Webinare im August, September und Oktober. Zum Abschluss wird es Anfang Dezember noch ein letztes Präsenztreffen geben. Der Prozess des Konvois wird durch das Projektteam um Christof Palm (LSB), Patrick Clemens-Weirich (ELAN) sowie Anne Mich und Jan Mikes (beide agenda.N) fachlich begleitet. Wichtig ist den Protagonist*innen dabei: „Die Z!-Charta Sport RLP verfolgt keinen One-size-fits-all-Ansatz. Jede Organisation bringt ihre eigenen Voraussetzungen, Ressourcen und Ziele ein. Genau darin liegt die Stärke des Prozesses.“

Weitere Infos

Die nächsten Stationen auf dem Weg vom Status quo zur Nachhaltigkeits-Roadmap finden nun digital statt – am Donnerstag, 13. August, Donnerstag, 17. September und Donnerstag, 29. Oktober (Uhrzeit wird noch festgelegt). Weitere Infos bei Christof Palm unter c.palm@lsb-rlp.de oder 06131/2814-117, und Patrick Clemens-Weirich, nachhaltigkeit@elan-rlp.de, 0171/6301325.

Text und Foto: LSB RLP

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