DTB
Neue Vision für den Tennissport: DTB stellt Strategie „TennisDeutschland 2032“ vor
Mit Beginn der Australian Open, dem ersten Tennis-Highlight des Jahres, setzt der Deutsche Tennis Bund (DTB) ein starkes Zeichen für die Zukunft: Mit der neuen Strategie „TennisDeutschland 2032“, legt der Verband erstmals einen bundesweiten, langfristigen Entwicklungsrahmen für den Tennissport vor. Die Strategie soll Orientierung schaffen, Kräfte bündeln und die Sportarten des DTB nachhaltig stärken.
Im Zentrum steht eine klare Vision: Jeder in Deutschland begeistert sich für Tennis. Tennis soll als moderner, offener und vielfältiger Sport erlebbar werden, unabhängig von Alter,
Herkunft oder sportlicher Vorerfahrung. „Unser Anspruch ist ein Sport, der verbindet und begeistert“, sagt DTB-Präsident Dietloff von Arnim.
Der Grundgedanke der Strategie ist das Selbstverständnis, dass aktuelle Herausforderungen nur gemeinsam bewältigt werden können. Unter dem Dach von TennisDeutschland treten Ehrenamt und Hauptamt, Landesverbände und Vereine, Junge und Erfahrene, erstmals mit gemeinsamer strategischer Ausrichtung und Zielen an, um Tennis in Deutschland lebendig, modern und zukunftsfähig zu gestalten. Die Strategie, die maßgeblich vom DTB-Vorstand um Veronika Rücker und Peter Mayer erarbeitet wurde, ist auf der DTB- Mitgliederversammlung im November 2025 bereits mit breiter Rückendeckung einstimmig verabschiedet worden.
Antworten auf große Herausforderungen für den Tennissport
Die Entwicklung der Strategie ist eine Reaktion auf große gesellschaftliche und strukturelle Veränderungen, die den Tennissport vor erhebliche Herausforderungen stellen. Digitalisierung, der Wandel von Werten und Freizeitgewohnheiten, Individualisierung, demografische Entwicklungen sowie der Rückgang klassischer Ehrenämter beeinflussen, wie Menschen Sport treiben und wie Verbände sich aufstellen müssen. Hinzu kommen steigende wirtschaftliche Anforderungen, notwendige Modernisierungen der Infrastruktur, klimatische und ökologische Fragen sowie die Sicherung sportfachlicher Grundlagen wie Trainerentwicklung, Nachwuchsförderung und Zugang zum Sport.
„Wir erleben aktuell einen tiefgreifenden Wandel, der den gesamten deutschen Sport erfasst. Ohne eine klare Strategie laufen wir Gefahr, Entwicklungen nur zu verwalten, statt sie aktiv zu gestalten“, betont von Arnim. „Die Strategie ‚TennisDeutschland 2032‘ gibt uns Orientierung, legt Prioritäten fest und ermöglicht uns eine Messbarkeit. Sie hilft uns, Entscheidungen nachvollziehbar zu treffen und unsere Sportarten gemeinsam voranzubringen.“
Klare, messbare Zielstellungen für alle Themenfelder
Die Strategie formuliert für alle Themenfelder klare, messbare Zielstellungen. So wird auf Basis des neuen Leistungssportkonzeptes anvisiert, dass bis zum Jahr 2032 acht bis zehn
deutsche Spielerinnen und Spieler in den TOP 100 der WTA und ATP-Rangliste stehen. Neben dem sportlichen Erfolg geht es um weitere konkrete Zielrichtungen, unter anderem
den Ausbau der aktiven Spielerzahlen und des Mitgliederwachstums in allen Altersgruppen. Der DTB strebt an, dass bis 2032 zwei Prozent der deutschen Bevölkerung aktiv in seinen Sportarten eingebunden sind, was einer Mitgliederzahl von 1,68 Millionen entsprechen würde. Darüber hinaus wird eine Stärkung des Mannschafts- und Turniersports, bessere Rahmenbedingungen für Vereine sowie eine nachhaltige Sicherung der personellen Ressourcen in Trainer- und Schiedsrichterwesen sowie ehrenamtlichen Funktionen
angestrebt. Auch Digitalisierung, innovative Technologien, Nachhaltigkeit und die nationale Etablierung der tennisnahen Sportarten Padel, Pickleball und Beach Tennis sowie des Begriffs TennisDeutschland sind zentrale Zukunftsfelder.
„Wachstum entsteht nicht zufällig. Wir brauchen Klarheit darüber, was wir erreichen wollen, und die Bereitschaft, diesen Weg gemeinsam zu gehen“, so von Arnim. Die Umsetzung der Strategie erfolgt in enger Zusammenarbeit aller Ebenen des deutschen Tennis – vom DTB über die 17 Landesverbände bis hin zu den Vereinen.
„Wir wollen, dass TennisDeutschland noch sichtbarer, zugänglicher und attraktiver wird. TennisDeutschland 2032 ist der gemeinsame Weg dorthin“, fasst von Arnim zusammen.
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