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Schulterbeschwerden: Zwangspause für Anna-Lena Friedsam dauert an

Die Entscheidung ist gefallen: Anna-Lena Friedsam wird bei der WTA ein Protected Ranking – den so genannten geschützten Ranglistenplatz - beantragen.

Muss sich in Geduld üben: Anna-Lena Friedsam ist weiterhin zur Tennispause gezwungen. Archifvoto: Porsche AG

Die 22jährige Profispielerin aus Rheinland-Pfalz wird seit Wimbledon von hartnäckigen Schulterbeschwerden ausgebremst. Diagnose: Knochenmark-Ödem. Ein zaghafter Versuch, bei den US Open schmerzfrei wieder auf die Tour zurückzukehren, scheiterte. Jetzt entschied Friedsam zusammen mit ihrem Trainer Sascha Müller und ihrem Team aus Ärzten und Physiotherapeuten sich für die offizielle Auszeit.

„Wir werden das Ranking einfrieren lassen. Alles andere macht keinen Sinn“, so Sascha Müller. „Anna-Lena muss sich die Zeit nehmen, die sie braucht, damit sie wieder schmerzfrei Tennis spielen kann.“ Die Geduld von Athletin und Trainer ist bereits auf die Probe gestellt worden. Seit Juli laboriert Friedsam an dieser langwierigen Verletzung, sie war gezwungen, ein Turnier nach dem anderen abzusagen. An Tennisspielen ist nach wie vor nicht zu denken. Deshalb macht die rheinland-pfälzische Ausnahmespielerin jetzt Gebrauch vom Protected Ranking in der WTA-Weltrangliste.

Bei schwierigen und lang andauernden Verletzungen können Tennisprofis eine abgesicherte Ranglistenposition beantragen. Diese richtet sich nach der Platzierung zu Beginn der Verletzung nach dem zuletzt gespielten Turnier. Für Anna-Lena Friedsam dürfte das Protected Ranking in etwa bei Position 50 liegen. Dieses Ranking erleichtert Profispielern/Innen nach langer Verletzungspause die Rückkehr auf die Tour – also praktisch den Neustart innerhalb der Karriere. Friedsam wird, so Müller, 2017 bei acht Turnieren dieses Special Ranking nutzen dürfen – möglich auch bei zwei Grand Slams -, um mit der besseren Weltranglistenposition in die entsprechenden Hauptfelder der wichtigen Turniere reinzukommen. Eine Rückkehr Friedsams auf die Tour ist nach dieser Regelung für Anfang März 2017 vorgesehen.

Das heißt: Anstatt sich auf das erste Grand Slam Turnier des Jahres in Melbourne vorzubereiten, muss Anna-Lena Friedsam sich weiter in Geduld üben und eifrig für ihre Genesung schuften. „Es fällt uns total schwer, bei den Australian Open nicht dabei zu sein. Aber wir müssen mit großem Bedauern absagen“, betont Müller. „Es ist momentan nicht daran zu denken, zu spielen.“ Stattdessen tue sein Schützling alles für eine baldige Rückkehr. „Anna-Lena ist sehr fleißig, sie arbeitet täglich mit den Physios.“ Darüber hinaus habe der Schwerpunkt in den zurückliegenden Monaten auf dem Konditionstraining gelegen. Müller: „Das ist unser kleiner Trost. Wenn Anna-Lena zurückkommt, wird sei einen sehr guten Fitness-Zustand haben.“ CC dumps