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Anna-Lena Friedsam: Fed-Cup-Nominierung als Anerkennung

Begeisterndes Tennis, Achtelfinal-Debüt bei einem Grand Slam-Turnier, weltweite Aufmerksamkeit und jetzt auch noch die erstmalige Einladung ins deutsche Fed Cup-Team: Für Anna-Lena Friedsam reißen die guten Nachrichten derzeit nicht ab.

Warm-Up, Autogrammstunden, Training: Anna-Lena Friedsam und ihr Coach Sascha Müller erlebten in Melbourne aufregende Tennistage. Fotos: TVRP

Die 21-jährige Rheinland-Pfälzerin hat sich mit ihren packenden Fights bei den Australian Open in Melbourne ins Bewusstsein von Medien und Tennisfans gespielt. Und auf den Notizblock von Barbara Rittner. Die Fed Cup-Chefin nominierte Anna-Lena Friedsam für die Partie gegen die Schweiz am 6./7. Februar in Leipzig erstmals für das Damen-Nationalteam des DTB. Eine Berufung zum Reinschnuppern.

„Tolle Sache! Anna-Lena wird als fünfte Spielerin dazu genommen“, berichtet Trainer Sascha Müller. Angeführt von Angelique Kerber kämpfen zudem Andrea Petkovic, Julia Görges und Annika Beck um den Einzug ins Halbfinale. Friedsam wird zunächst als Trainingspartnerin zu dem Quartett stoßen. Es ist der nächste Step in ihrer Karriere. „Auch wenn Anna-Lena nicht zum Einsatz kommt, wird das eine tolle Erfahrung für sie.“ Damit ändern sich auch die ursprünglichen Turnierplanungen. Das WTA-Turnier in St. Petersburg sagte Friedsam aufgrund der Fed Cup-Einladung ab. Danach stehen die WTA-Turniere in Dubai und Doha auf dem Programm, weiter geht’s im März in Indian Wells und Miami.

Aktuell aber dürfte Anna-Lena Friedsam noch ein wenig ihren erfolgreichen Jahresauftakt genießen. So stark wie 2016 hat sich die Spielerin aus dem Porsche Talent Team Deutschland zu Jahresbeginn schon lange nicht mehr präsentiert. Unumstrittene Höhepunkte waren das erstmalige Erreichen eines Grand Slam-Achtelfinals mit dem Sieg über Roberta Vinci (WTA-15., Bericht) und der begeisternde Auftritt in Melbourne gegen die Polin Agnieszka Radwanska. Friedsam hat sich beim 7:6, 1:6, 5:7 (Bericht) gegen die aktuelle Nummer Vier der Welt mit unwiderstehlichem Powertennis und viel Herz ins Rampenlicht der großen Tennisbühne gespielt.

Die junge Herausforderin zeigte, was in ihr steckt, verlangte der Favoritin alles ab. Holte aber eben auch aus ihrem Körper alles heraus. Letztlich verpasste Anna-Lena Friedsam in einem begeisternden Match der Australian Open nach extrem intensiven zweieinhalb Tennisstunden gegen Agnieszka Radwanska hauchdünn die Sensation. „Aber trotz der 5:2-Führung im dritten Satz kann man Anna-Lena keinen Vorwurf machen“, betonte Müller. „Die Ballwechsel waren das gesamte Match über sehr lange, intensiv und ausgeglichen. Am Ende konnte sie leider durch die Beeinträchtigung die Bälle nicht mehr so perfekt anlaufen.“ Der Trainer war – wie viele andere Beobachter auch – begeistert vom Auftritt seines Schützlings, „vor allem von der Matchführung und der taktischen Gestaltung gegen eine stark spielende Radwanska. Und nicht zu vergessen von Annas leidenschaftlichem Einsatz“.

Dieses Kompliment hat Anna-Lena Friedsam sich für die kompletten Australian Open 2016 verdient. Vielleicht auch, weil sie nach dem starken Jahresauftakt – Halbfinale beim mit 500.000 Dollar dotierten WTA-Turnier im chinesischen Shenzen (Bericht) - schon mit ordentlich viel Selbstvertrauen nach Australien gereist war. „Durch das gute Turnierergebnis in China hatten wir in Melbourne auf der Anlage sechs Tage Zeit bis zum ersten Match“, berichtete Müller von den Tagen vor den Australian Open. Ursprünglich war noch ein Turnierstart in Sydney angedacht. „Aber so haben wir die Zeit super in den normalen Trainingsbereichen genutzt und uns nach der Auslosung individuell auf die Gegner eingestellt.“ Unter Berücksichtigung von Regeneration und Physioterminen arbeitete das Duo an den spielfreien Tagen an Fitness und Tennisspiel. Hinzu kamen einige Pressetermine. Anna-Lena Friedsam hat sich ins Bewusstsein der Szene gespielt. Müller: „Schon das Erreichen der dritten Runde und der Sieg gegen Vinci haben für Aufsehen gesorgt. Nach dem Match gegen Radwanska war die Nachfrage noch größer!“

Das erfolgreiche Abschneiden in Melbourne brachte Anna-Lena Friedsam neben viel Aufmerksamkeit auch wichtige Punkte für die Weltrangliste. Die 22-Jährige reiht sich im WTA-Ranking nun auf Platz 52 ein. So viel zu den messbaren Werten. Hinzu kamen viele, viele Glückgefühle, der Stolz auf die gezeigte Leistung und eine Riesenportion Selbstvertrauen. Mindestens genauso wertvoll. garažo vartai, plastikinės lauko durys ir bene plastikinių langų kainos Vilniuje

Die Fed Cup-Erstrunden-Partie gegen die Schweiz erleben Sie live bei Sat1 Gold, weitere Informationen gibt es HIER.