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Jugend   Tennisverband Rheinland-Pfalz  

Finaltag der U16 und U18 als krönender Abschluss der Hallenmeisterschaften 2022

Bad Kreuznach. 6:0, 6:1 im Viertelfinale. 6:1, 6:2 im Halbfinale. 6:1, 6:1 im Finale. Niemand sonst marschierte am zweiten Wochenende der Jugend-Hallenmeisterschaften des rheinland-pfälzischen Tennisverbands so souverän zum Titel wie Jil Hassinger. Die an Position eins gesetzte Spielerin des TC Mülheim-Kärlich bestätigte ihre Favoritinnenrolle in der U16 eindrucksvoll – zu spüren bekamen dies Lilly Harlos (BASF TC Ludwighafen), Hassingers Klubkameradin Allegra Junge und zum Abschluss Katharina Weber (HTC Bad Neuenahr).

Nachdem die Siegerehrung der jüngeren Jahrgänge bei strahlendem Sonnenschein draußen stattfanden, freuten sich die älteren Jahrgänge bei Sturm und Wind drinnen über ihre Pokale und Preise.

Das anstrengendste Programm in dieser Konkurrenz bestritt Elise Barnstedt vom TV Grün-Weiss Mainz, die zweimal über die volle Distanz gehen musste. In der ersten Runde schaltete sie Lara-Maria Kirchhofer (TV Weiss-Rot Speyer) mit 6:3, 4:6, 6:3 aus – danach musste sie sich der mental starken an Nummer zwei gesetzten Weber mit 2:6; 7:6, 2:6 geschlagen geben. Das 3:6, 0:6 im Spiel um den dritten Platz gegen Allegra Junge war letztlich auch dem Kräfteverschleiß geschuldet.

„Wie schon eine Woche zuvor bei den jüngeren Altersklassen haben wir viele schöne, auch spannende Matches gesehen“, resümierte der beim Verband für den Jugendleistungssport zuständige Morten Pohl. „Und es gab auch diesmal durchaus Überraschungen.“

Abigail-Bo Oberheiden überrascht

Das galt für die Finalbesetzung der weiblichen U18: Dort standen sich in Liv-Maja Röstel und Abigail-Bo Oberheiden zwei ungesetzte Akteurinnen gegenüber. Im Fall der mit 6:2, 6:1 siegreichen Spielerin des TC Rot-Weiss Kaiserslautern war es freilich keine Sensation. „In Feldern mit acht Teilnehmern gibt es ja nur zwei Gesetzte“, erläuterte Pohl. Und Röstel stehe in der deutschen Rangliste als Nummer 450 nicht weiter hinter den in Bad Kreuznach favorisierten Alicia Mall (DTB-401) und  Marie-Louise Bugera (DTB-420). „Diesen Unterschied kann schon ein einziges gutes Turnier ausmachen.“

Insofern ging Röstels Zweisatzsieg im Halbfinale gegen ihre topgesetzte Konkurrentin aus Speyer als Resultat durch, dass man auf dem Zettel haben konnte. Nicht zu erwarten war hingegen, dass sich parallel dazu die für den BASF TC Ludwigshafen spielende Oberheiden mit 6:4, 6:4 gegen Röstels Vereinskollegin Bugera durchsetzte.

Meister wird Meister

In zwei Sätzen ging auch der Titel der männlichen U16 weg: Noah Meister (TC Höhr-Grenzhausen) bezwang Finley Leukel (TC BW Bad Ems) mit 6:3, 6:2. Deutlich länger, jeweils über zwei Stunden, hatten die beiden Ersten der Setzliste in ihren Halbfinals zu tun. Meister gegen Finn Gerharz, einen weiteren Bad Emser, durfte nach einem hart erkämpften 5:7, 6:3, 6:4 jubeln. Leukel erreichte das Endspiel durch ein 3:6, 6:3, 6:4 gegen den Gensinger René Gabriel Jung.

Ein nomineller U-16-Akteur erwies sich als zu stark für die höchste Altersklasse: Julian Franzmann (Bad Ems) benötigte in keinem seiner Matches bei der U18 mehr als zwei Sätze, Finalgegner Sebastian Ondas (TC Caesarpark Kaiserslautern) war beim 6:2, 6:4 der einzige, der ihm mehr als zwei Spiele abnehmen konnte. Ondas hatte sich zuvor mit 7:6, 6:3 gegen die Nummer zwei der Setzliste, Daniel Kirchner vom TSC Mainz behauptet.

Kurze Ballwechsel wegen Zerrung

Im Endspiel war Franzmann von Beginn an im Vorteil. Beim Stand von 3:2 im zweiten Satz zog er sich zwar eine leichte Zerrung zu, doch die bereitete seinem Gegner offenbar mehr Probleme als ihm selbst. „Sebastian wusste nicht, wie er mit Julians Handicap umgehen sollte“, berichtete Morten Pohl. „Und Julian hat sich taktisch klug angestellt und immer versucht, die Ballwechsel kurz zu halten, um nicht so viel laufen zu müssen.“

Am Konzept, die Jugendmeisterschaften an zwei Wochenenden in einer Halle auszutragen, statt wie bisher an einem Wochenende in zwei Hallen, will der Verband festhalten. „In diesem Jahr kam uns das schon deshalb entgegen, weil wir dadurch nur ein Hygienekonzept erstellen mussten“, sagt Pohl. „Aber es führt auch dazu, dass allen Alterskassen die größtmögliche Aufmerksamkeit zuteilwird. Und das soll auch so bleiben – erst recht, wenn wir nächstes Mal hoffentlich wieder mehr Zuschauer zulassen dürfen.“

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