Orange- und Green-Cup: Zwei dritte und zwei vierte Plätze für den TVRP
Für die Jüngsten im Tennisverband Rheinland-Pfalz (TVRP) gab es zum Abschluss der Sommersaison traditionell ein überregionales Finale: Zwölf Kinder der Jahrgänge 2009 und 2010 servierten beim Orange and Green Cup im Leistungszentrum Köln-Chorweiler und auf der Anlage des KTC 71 in den Wettbewerben U10 Mädchen, U10 Jungen (Green), U9 Mädchen und U9 Jungen (Orange). Mit den U10-Mädchen und den U9-Jungs schafften zwei Mannschaften des TVRP jeweils als Drittplatzierte den Sprung aufs Podest. Betreut wurden die rheinland-pfälzischen Teams von Dominice Ripoll (Green) und Jens Rothenmeier (Orange).
Der TVRP-Jüngstenreferent ist schon seit Jahren bei diesem Wettbewerb dabei. Die beiden dritten und vierten Plätze seien „eines der besten Ergebnisse für Rheinland-Pfalz überhaupt“. Alle Teams qualifizierten sich für die Hauptrunde – und mit ein bisschen Glück wäre sogar noch mehr drin gewesen. Denn von vier Halbfinal-Partien verloren die rheinland-pfälzischen Mannschaften drei im Matchtiebreak des entscheidenden Doppels, einmal sogar per Championspoint hauchdünn 6:7. Rothenmeier: „Es ging verdammt eng zu in diesem Jahr.“
Das galt insbesondere für die U9-Jungs. Clemens Müller, Finn Klemen und Henri Luft waren drauf und dran, ins Finale einzuziehen. Das TVRP-Team lieferte sich im Halbfinale gegen TV Mittelrhein ein packendes Duell. „Im Nachhinein betrachtet war es das Finale dieser Altersklasse“, so Rothenmeier. Mit Clemens Müller und seinem Gegner Johannes Fischer standen sich im Spitzeneinzel die beiden besten U9-Spieler gegenüber und lieferten ein Match der Extraklasse ab – starke Angriffsbälle, clevere Winkel und sehr viel Gelassenheit. „Die Jungs haben großartiges Niveau gezeigt.“ Müller drehte die Partie nach verlorenem ersten Satz und gewann 7:4 im Matchtiebreak. Hauchdünn ging Klemens Einzel verloren (5:7), sodass das Doppel Müller/Luft die Entscheidung bringen musste. Ein einziger Punkt (6:7 per Championspoint) sorgte für eine 4:5-Niederlage und das Aus des TVRP-Trios gegen den späteren Sieger. Per sicherem 4:0 über den TV Niederrhein machten die Rheinland-Pfälzer Platz drei klar.
Auch die U10-Mädchen freuten sich über den Bronze-Rang. Angeführt von Amy Waschulewski, die an dem Wochenende alle Einzel gewann, schaffte das TVRP-Trio mit Naomie Wenner und Romy Neumer in Köln-Chorweiler den Sprung unter die Top drei. Nach einem knappen Sieg über den TVN zum Auftakt ging das Halbfinal-Spiel gegen den Westfälischen TV 3:5 verloren. Wieder war es richtig eng. Waschulewski/Wenner unterlagen im entscheidenden Doppel 4:7 im Matchtiebreak. Der 4:2-Erfolg im Spiel um Platz drei gegen WTV 2 bedeutete Platz drei.
Für die U9-Mädchen mit Sarah Funk, Katharina Sliwka und Jasmin Neumer schien das Finale zwischenzeitlich machbar. Nach einem 4:2-Sieg zum Auftakt über die zweite Mannschaft des WTV trafen die TVRP-Spielerinnen im Halbfinale auf den TVN 2 – spannende Matches inklusive. Sarah Funk konnte ihr Einzel zu einem engen Sieg drehen, Katharina Sliwka musste sich nach vergebenem Satzball und nach Zeitabbruch geschlagen geben, im Doppel unterlag das Duo knapp mit 4:7 im dritten Satz. Das Spiel um Platz drei ging gegen den TVN verloren. Durchaus etwas unglücklich, musste Funke sich im Einzel nach Irritationen um den Championspoint (Matchball für beide bei 6:6) im dritten Satz 6:7 geschlagen geben.
Ähnlich eng lief es für die U10-Jungs. Neal Faust, Jan Barisic und Nico Runck waren nach ausgeglichenem Zwischenstand im Doppel gegen den WTV 2 im Halbfinale chancenlos und unterlagen 2:4. Die 2:5-Niederlage inklusive vergebener Satzbälle gegen den TVM im Spiel um Platz drei bedeutete am Ende Rang vier. Insgesamt bewiesen die rheinland-pfälzischen Spielerinnen und Spieler in diesem Jahr Kämpferqualitäten und Nervenstärke: Neun Mal gingen die TVRP-Starter nach verlorenem ersten Satz noch in den dritten Satz, in acht Matches waren sie dabei erfolgreich.
Bis 2012 war dieses Turnier eine bundesweite Veranstaltung, seitdem wird der Orange and Green Cup als regionaler Vergleich ausgetragen – mittlerweile zum fünften Mal als Teamwettbewerb. In Köln trafen sich die Talente aus den Tennisverbänden Mittelrhein (TVM), Westfalen (WTV), Niederrhein (TVN), Saarland (STB) und Rheinland-Pfalz. Eine Neuerung für den Orange and Green-Cup stieß auf große Begeisterung: Alle Doppel mussten in der klassischen Aufstellung (einer hinten an der Grundlinie, einer vorne am Netz) begonnen werden, um das Netzspiel zu forcieren. „Dadurch wurde verhindert, dass die Kinder im Doppel zwei Einzel von hinten spielen“, sagte Rothenmeier: „Das hat gut geklappt. Es wurden viele Volleys gespielt und die Kids wurden immer besser im Doppel.“
Eine Mannschaft besteht aus mindestens zwei Spielern/Spielerinnen, ausgetragen werden jeweils zwei Einzel und ein Doppel. Der TV Rheinland-Pfalz reist seit Jahren mit drei Spieler/Innen pro Team an, um den Teamcharakter herauszustellen. TVM, WTV und TVN stellen jeweils zwei Mannschaften, STB und RLP je ein Team, sodass in allen Altersklassen der Juniorinnen und Junioren je acht Mannschaften starten. Der Sieger der ersten Runde kämpft in der Hauptrunde ums Treppchen, der Verlierer geht in die Nebenrunde. Alle Platzierungen werden ausgespielt.
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