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Spannende Matches, viele Teilnehmer, tolle Stimmung

Die Favoriten waren kaum aufzuhalten: Bei den Rheinland-Pfalz-Jugendmeisterschaften 2018 in Ingelheim trugen sich in erster Linie bekannte Namen in die Siegerlisten ein. Überraschungen gab es bei den Titelkämpfen um den Pokal der Sparkasse Rhein-Nahe in diesem Jahr nur wenige. Erfreulich waren neben den guten Teilnehmerzahlen und sportlich ebenso sehenswerten wie spannenden Matches vor allem die erstmals angebotenen Nebenrunden.

Fotos Hermann Recknagel

Die Teilnehmer nahmen die Neuerung gut auf, insgesamt wurden so an den drei Turniertagen rund 130 Matches ausgetragen. TVRP-Jugendwartin Martina Riedle zog ein durchweg positives Fazit: „Das war eine rundum schöne Veranstaltung.“ 

Auf der Anlage des TC Boehringer Ingelheim kämpften knapp 130 Kinder und Jugendliche bei bestem Tenniswetter um die Titel 2018 in den Altersklassen U18 männlich sowie U16, 14, 12 weiblich und männlich. Über den Titelgewinn jubelten Christian Djonov (TC Neuwied, U18), Simon Hüttner (TC Oberwerth Koblenz, U16), Martina Markov (TC Boehringer Ingelheim, U16), Claudius Amon (BASF TC Ludwigshafen, U14), Lucy Laschek (TC RW Kaiserslautern, U14), Julian Franzmann (TC BW Bad Kreuznach, U12), Katharina Weber (TC Müschenbach, U12). In den Nebenrunden setzten sich Theodora Degelow (TC Ludwigshafen-Oppau, U16), Moritz Hildner (TSC Mainz, U14), Nick Eberle (Park TC Grünstadt, U12) und Hannah Fischer (TV Kleeblatt im TuS Mayen, U12) durch.

In der Konkurrenz der U18-Junioren gab es kein Vorbeikommen an Christian Djonov (TC Neuwied). Der neue Rheinland-Pfalz-Meister war von Position vier aus ins Turnier gegangen, hatte wie schon in der Halle den topgesetzten Youngster Mika Lipp vom TSC Mainz nach verletzungsbedingter Aufgabe ausgeschaltet und blieb auch im Finale stabil. Raphael Weiler (TC Mühlheim-Kärlich) – die Nummer zwei im Feld - leistete kräftig Gegenwehr, letztlich aber stand Djonov nach einem 7:6, 6:1-Erfolg ganz oben. Weiler hatte zuvor bei seinem Halbfinalsieg (6:4, 6:4) über Luca Franze (TC BW Bad Ems) Energie gelassen, die im Endspiel später fehlte. So musste sich Serien-Vizemeister Weiler bei seinen letzten Jugend-Meisterschaften erneut mit dem zweiten Platz zufrieden geben.

Simon Hüttner ließ sich bei den U16-Junioren nicht aus der Spitzenposition drängen. Der Titelkandidat war als Nummer eins im Feld gestartet, meisterte jede Herausforderung und nahm am Ende den Siegerpokal entgegen. Finalgegner Tristan Reiff (HTC Bad Neuenahr), im Vorjahr Landesmeister der U14 und nun in Ingelheim an Drei gesetzt, hatte beim Stande von 6:4, 1:0 für Hüttner krankheitsbedingt aufgegeben. Im Halbfinale war Hüttner gegen Max Amling (TC RW Neustadt) per 6:0, 3:6, 6:2-Erfolg ins Endspiel eingezogen.

Claudius Amon heißt der neue Rheinland-Pfalz-Meister der U14-Junioren. Der topgesetzte Nachwuchsspieler vom BASF TC Ludwigshafen hatte sich souverän durch die Runden gespielt, erst im Finale machte Dauerrivale Flynn-Tjark Baumert (HTC Bad Neuenahr) dem Topfavoriten etwas mehr zu schaffen. In der Neuauflage des U12-Endspiels von 2017 rang der Herausforderer Amon einen Satz ab, letztlich aber holte sich der Ludwigshafener per 3:6, 6:1, 6:1-Sieg dank cleverer Bälle zum richtigen Zeitpunkt erneut den Titel. 

Am meisten durcheinander gewirbelt wurde das Feld der U12-Jungs. Julian Franzmann (TC BW Bad Kreuznach) bestätigte seine gute Sandplatzform und freute sich nach durchweg souveränen Zwei-Satz-Erfolgen über eine verdiente Rheinland-Pfalz-Meisterschaft. Im Finale musste Titelkandidat Noah Meister (TC Höhr-Grenzhausen) beim Stande von 3:2 für Franzmann aufgeben. Mit Meister und Franzmann standen zwar die Nummer eins und zwei im Finale, für Furore hatten zuvor aber auch schon Andere gesorgt. Davon hatte sich beispielsweise Meister im Halbfinale überzeugen dürfen, als er in einem sehenswerten Match sich knapp gegen einen blenden aufgelegten Maximilian Markov (TC Boehringer Ingelheim) durchsetzen konnte. Markov war ebenso wie Johannes Kiehl (TuS Hilgert) überraschend aber dank starker Leistungen nicht nur ungesetzt, sondern auch als jahrgangsjüngerer Spieler ins Halbfinale eingezogen.  

Apropos jahrgangsjünger: Martina Markov bestand die Herausforderung in der höheren Altersklasse. Die 14 Jahre junge Nachwuchsspielerin des TC Boehringer Ingelheim ließ das Feld der U16-Juniorinnen komplett hinter sich. Markov setzte sich durchweg in zwei Sätzen durch, das Finale gegen die topgesetzte Titelkandidatin Emilia Feodorovici (TC Mühlheim-Kärlich) gewann die junge Herausforderin 6:2, 7:6. Für Feodorovici war es nach 2017 die zweite Vizemeisterschaft hintereinander.

Lucy Lascheck bekam das glückliche Grinsen gar nicht mehr aus ihrem Gesicht. Die junge Spielerin des TC RW Kaiserslautern freute sich riesig über ihren Triumph bei den U14-Juniorinnen. Laschek war von Position eins der Setzliste aus gestartet und ließ im Turnierverlauf kaum Zweifel daran aufkommen, dass sie sich den Titel auch schnappen wollte. Nach einem 6:4, 6:2-Sieg im Finale über die an Zwei gesetzte Charlotte Keitel (BASF TC Ludwigshafen) nahm Laschek freudestrahlend Pokal und Glückwünsche für ihren ersten Rheinland-Pfalz-Titel entgegen.

Im Wettbewerb der U12-Mädchen war Katharina Weber (TC Müschenbach) nicht aufzuhalten. Die Vizemeisterin aus dem Vorjahr ließ der Konkurrenz diesmal keine Chance. Weber gewann ihre Matches durchweg souverän, auch im Finale war die topgesetzte Favoritin beim 6:0, 6:2 über Hanna Smith (TSC Mainz) überlegen. Smith durfte sich trotzdem über starke Meisterschaften freuen, sie hatte sich ungesetzt ins Finale gekämpft.

Alle Ergebnisse zu den Jugend-Rheinland-Pfalz-Meisterschaften 2018 finden Sie HIER.