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Wimbledon: Kerber im Finale gegen Serena Williams – Sky und ZDF übertragen

Angelique Kerber (30) steht zum zweiten Mal in ihrer Karriere im Endspiel von Wimbledon. Die Nummer elf der WTA-Weltrangliste besiegte im Halbfinale am Donnerstag die 21-jährige Lettin Jelena Ostapenko (WTA 12) mit 6:3, 6:3.Geplatzt ist hingegen der Traum vom ersten rein deutschen Damen-Finale im All England Lawn Tennis Club seit 1931. Julia Görges (29, WTA 13) unterlag im zweiten Halbfinale des Tages der siebenfachen Wimbledon-Siegerin Serena Williams (36, WTA 181) mit 2:6, 4:6. Görges hatte zum ersten Mal die Runde der besten Vier bei einem Grand Slam-Turnier erreicht – bereits der Einzug ins Viertelfinale war für die langjährige Fed Cup-Spielerin eine Premiere.

 

„Es ist schade, dass es nicht mit einem deutschen Finale geklappt hat – ich habe Jule die Daumen gedrückt", sagte Kerber im Anschluss an die Niederlage ihrer Team-Kollegin. Ihren Sieg kommentierte die ehemalige Weltranglistenerste so: „Ich bin wirklich stolz, wieder in einem Grand Slam-Finale zu stehen. Es war ein hartes Match, aber ich habe mich immer gut bewegt und bin voll konzentriert geblieben. Hier wieder im Finale zu stehen, ist ein tolles Gefühl."

Barbara Rittner, Head of Women’s Tennis im Deutschen Tennis Bund, die beide Halbfinals vor Ort verfolgte, analysierte im Anschluss: „Angie ist in den entscheidenden Phasen ruhig geblieben, war total fokussiert. Die Erfahrung und das solidere Spiel haben gesiegt. Auch Jule hat heute eigentlich wenig falsch gemacht – aber Serena in dieser Form ist eine Klasse für sich. Es ist bemerkenswert, wie stark sie schon wieder ist."

Am Samstag hat Kerber nun die Chance, mit einem Sieg über Williams als erste DTB-Spielerin seit Steffi Graf 1996 in Wimbledon zu triumphieren – für die ehemalige Nummer eins der Weltrangliste wäre es nach den Erfolgen bei den Australian Open und den US Open 2016 der dritte Grand Slam-Titel. Von insgesamt acht Begegnungen mit Williams konnte Kerber bisher zwei gewinnen.

„Angie will diesen Titel unbedingt, das spürt man. Sie muss am Samstag ihr Spiel in Perfektion zeigen, braucht eine hohe Quote an ersten Aufschlägen und viel Druck und Länge in ihren Grundschlägen. Wenn sie das schafft, glaube ich, dass auch Serena mal wackeln wird", sagt Rittner.

 

Übertragen wird das Duell zwischen Kerber und Williams am Samstag ab 15 Uhr deutscher Zeit live bei Sky sowie im ZDF. Der öffentlich-rechtliche Sender hat sich kurzfristig nach Beendigung der Halbfinals mit dem Rechteinhaber auf eine Sublizenzierung geeinigt.

 

„Wir sind hocherfreut, dass alle Tennisfans in Deutschland die Chance haben, einen möglichen Wimbledon-Triumph von Angelique Kerber am Samstag live im frei empfangbaren Fernsehen zu verfolgen", sagt DTB-Präsident Ulrich Klaus. Er ergänzt: „Die Tatsache, dass mit dem ZDF ein öffentlich-rechtlicher Sender Sublizenzen für die Live-Übertragung dieser besonderen Partie erworben hat, unterstreicht den weiter steigenden Stellenwert des Tennissports in Deutschland." Klaus lobt zudem die grundsätzliche Sicherstellung einer umfangreichen Wimbledon-Übertragung im deutschen Fernsehen durch Sky. „Sky hat sich über viele Jahre als Wimbledon-Sender etabliert – und bietet Berichterstattungen von hoher Qualität. Eine tägliche Übertragung in diesem Ausmaß wäre in der heutigen Medienlandschaft für keinen öffentlich-rechtlichen Sender möglich."